Procrastination

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Faulheit

Begriffsbestimmung

Faulheit ist im ursprünglichen Sinne des Wortes ein sehr harter Begriff. Der Wortursprung von faul liegt im gotischen fuls und bedeutete "stinkend, modrig". Damit bezeichnete man also ursprünglich den Zustand von faulendem Obst und Gemüse oder ganz allgemein verrottender Pflanzen und verwesender Tiere.

Erst später bezeichnet das Adjektiv faul auch den Zustand der Trägheit und des Beharrungsvermögens im Nichtstun.

Exkurs in die christliche Releigionslehre

In der christlichen Lehre zählt die Faulheit (Acedia) zwar nicht, wie es häufig behauptet wird, zu den Todsünden, aber sie wird zu den Hauptlastern (Lastern) gezählt. Laster sind Charaktereigenschaften, die zwar in ihrem Wesen nach selbst keine Sünden sind, aber sehr wohl zu Sünden und Todsünden führen können. Man versteht darunter auch die Trägheit des Herzens oder des Geistes.

Physik

Die Bezeichnung Trägheit führt einen nahezu automatisch zu dem physikalischen Definition von Trägheit: Eigenschaft jeder Masse ihren Bewegungszustand so lange beizubehalten bis eine äußere Kraft einwirkt, die diesen Zustand ändert. Überträgt man dies nun auf den "Faulen", so heißt dies, dass er ohne eine besondere Zuführung von äußerer Energie nicht aus seinem Bewegungszustand oder besser Stillstand herauskommen kann.

Psychologie

Es gilt zu erkennen, welche Kraft den Prokrastinator in seinem stabilen Gleichgewicht des Nichtstun hält, denn nur durch Anwendung der entsprechenden Gegenkraft kann man ihn aus seiner Blokade befreien.
Die möglichen negativen Kräfte wurden bereits an anderen Stellen beschrieben: z.B. übermächtige Elternfigur (Vater oder Mutter), Vorbild, welches durch trotz perfektem Fleißes eine negative Persönlichkeit bildet, Vater, der sich nicht um Frau und Kinder kümmert, aber ansonsten "perfekt funktioniert" usw.

Faulheit oder Krankheit

Bitte lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Artikel "Faulheit oder Krankheit"!

© 2005 - 2010 Bernd Klein