Procrastination

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Procrastination ist für manche ein Fluch oder eine Krankheit, für andere eine Charaktereigenschaft oder gar eine Kunst: Die Kunst des Verschleppens und Verzögerns.

Das Problem der Aufschieberei scheint durchdringender und komplexer zu sein als bisher angenommen. Eine Erkenntnis, die sich nach den Experten nun zusehends auch in den Medien durchzusetzen scheint. So schrieb die TAZ in ihrer Ausgabe vom 20.5.2005 unter der Überschrift "Lieber wienern statt büffeln", dass immer mehr Examenskandidaten schon bei der Vorbereitung zur Prüfung scheiterten. Sie litten unter einem zwanghaften Aufschiebeverhalten. Die TAZ zitierte den amerikanischen Psychologen William Knaus, der sagt, dass etwa 90 Prozent aller College-Studenten immer wieder mal wichtige Pflichten aussitzten. Bei einem Viertel von ihnen würde das Verhalten chronisch, und das seien dann meistens auch diejenigen, die ihr Studium abbrechen.

An der Universität Münster wurde das Aufschiebeverhalten von Studenten unter der Leitung von Prof. Fred Rist vom Psychologischen Institut I von zwei Studentinnen im Rahmen ihrer Diplomarbeiten 2004 genauer untersucht. Mit 939 ausgefüllten Fragebögen von Studierenden aus 45 verschiedenen Fächern ist diese Studie die bisher größte im deutschsprachigen Raum. Opitz und Patzelt hatten sich zum Ziel gesetzt herauszufinden, mit welchen psychologischen Phänomenen und demografischen Merkmalen Prokrastination verbunden ist und ob es mit einem verminderten Wohlbefinden zusammenhängt.

Opitz und Patzelt betonen, dass sich ihre Ergebnisse nicht ohne weiteres verallgemeinern ließen. Eine interessante Erkenntnis war, dass Männer häufiger als Frauen aufschöben. Außerdem zeigt sich Prokrastinationsverhalten häufiger gegen Ende eines Studiums als in der Mitte oder am Anfang. Weiterhin seien Aufschieber häufiger in den unstrukturierten Fächern, wie zum Beispiel den Geisteswissenschaften, zu finden.

Auch der Deutschlandfunk widmete sich am 5 September 2005 dieser Thematik und brachte einen Beitrag unter dem Titel "Was du heute kannst besorgen ...", in dem sie auf Aktivitäten der Universität Münster eingingen. Dort werden von angehenden Psychologen Trainingsprogramme angeboten, um Studenten vor der Procrastination zu bewahren.

Den bekanntesten Procrastinator in der Literatur hat wohl zweifelsohne Shakespeare mit seinem Hamlet geschaffen. Sein "sein oder nicht sein"-Dialog liest sich wie die Hymne eines Procrastinators:

Sein oder nicht sein; das ist hier die Frage:
Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden? Sterben - schlafen -
Nichts weiter! Und zu wissen, daß ein Schlaf
Das Herzweh und die tausend Stöße endet,

Statt sein-oder-nicht-sein hätte Shakespeare ihn auch "handeln oder nicht handeln" sagen lassen können. Sein Aufschieben des Notwendigen führt nahezu zwangsläufig in die Tragödie.

Auf dieser Webseite wird in Fallbeispielen versucht, eine Klassifikation dieser vielseitigen Charaktereigenschaft aufzuzeigen. Außerdem werden Möglichkeiten dargestellt, wie man dieses Verhaltensmuster erfolgreich therapieren kann, wiewohl es keine einheitliche Therapie gibt. Unumgänglich ist jedoch ein fundamentales Verständnis der Zusammenhänge und der Ursachen, die sehr häufig im individuellen persönlichen Bereich zu finden sind.

Kommentare:

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 Krankheit oder Kunst
Procrastination ist für manche eine Krankheit, für andere eine Charaktereigenschaft oder gar eine Kunst.
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Auf dieser Webseite werden Sie in Zukunft auch viele Fallbeispiele von Procrastination finden. Wenn auch Sie einen interessanten Fall kennen, - möglicherweise auch sie selbst, - würden wir uns freuen, wenn Sie diesen Fall für andere auf dieser Seite zur Verfügung stellen könnten. Benutzen Sie dazu einfach unser Kontakt-Formular.
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